Was kostet eine maßgeschneiderte Website in Österreich? Preise 2026 im Überblick
Echte Preisspannen für Unternehmenswebsites in Österreich 2026 — was den Preis treibt, was Sie weglassen können und woran Sie ein zu billiges Angebot erkennen.
Fast jedes Erstgespräch beginnt mit derselben Frage, und fast jede Agenturwebsite weicht ihr aus. Das ist verständlich — der Preis hängt tatsächlich vom Umfang ab — aber es hilft niemandem, der ein Budget planen muss. Also hier die Zahlen, mit denen wir arbeiten, und vor allem: warum sie so ausfallen.
Die drei Preisklassen#
Praktisch jedes Website-Projekt in Österreich fällt in eine von drei Klassen. Der Unterschied zwischen ihnen ist selten die Optik, sondern fast immer die Frage, wie viel individuell gedacht und gebaut wird.
- Baukasten und Vorlage, 0 bis 2.000 €: Wix, Squarespace oder ein gekauftes WordPress-Theme, von Ihnen oder einem Freelancer befüllt. Sinnvoll für eine Visitenkarte im Netz oder zum Testen einer Geschäftsidee.
- Individuelle Unternehmenswebsite, 3.500 bis 12.000 €: Eigenes Design, eigene Struktur, mehrsprachig, redaktionell pflegbar, für Suchmaschinen aufgebaut. Das ist der Bereich, in dem sich die meisten österreichischen KMU wiederfinden.
- Plattform und Individualsoftware, ab 15.000 €: Shop mit Warenwirtschaftsanbindung, Kundenportal, Buchungssystem, alles mit Anmeldung, Rollen und Datenbank. Der Preis wird hier nicht vom Design bestimmt, sondern von der Logik dahinter.
Was den Preis tatsächlich treibt#
Die Seitenanzahl ist der am häufigsten genannte und am wenigsten aussagekräftige Faktor. Eine Website mit vierzig weitgehend gleich aufgebauten Produktseiten ist billiger als eine mit sechs Seiten, von denen jede anders funktioniert. Was den Aufwand wirklich bestimmt, sind vier Dinge.
- Anzahl der unterschiedlichen Seitentypen. Nicht die Seiten zählen, sondern die Vorlagen. Jeder neue Typ bedeutet Entwurf, Umsetzung, mobile Anpassung und Test.
- Mehrsprachigkeit. Zwei Sprachen sind selten doppelt so teuer, aber deutlich mehr als einfach: Übersetzung, Sprachumschaltung, korrekte hreflang-Auszeichnung und doppelte Pflege im Redaktionssystem.
- Anbindungen an andere Systeme. CRM, Warenwirtschaft, Zahlungsanbieter, Newsletter, Buchungskalender. Jede Schnittstelle ist ein eigenes kleines Projekt mit eigenen Fehlerfällen.
- Inhalte. Wenn Texte und Bilder noch nicht existieren, ist das kein Nebenpunkt, sondern häufig der Posten, der ein Projekt um Wochen verzögert.
Die Kosten, die im Angebot gerne fehlen#
Der Angebotspreis ist nicht der Jahrespreis. Rechnen Sie mit laufenden Posten, die in einer sauberen Kalkulation von Anfang an stehen sollten: Hosting (bei uns ab 350 € jährlich, im Website-Paket im ersten Jahr enthalten), Domain (10 bis 40 € jährlich), Wartung und Sicherheitsupdates, sowie Inhaltspflege. Als Faustregel liegt der jährliche Betrieb bei 15 bis 20 Prozent der Erstellungskosten.
Ebenfalls oft unterschätzt: die Barrierefreiheit. Seit dem European Accessibility Act ist sie für viele Unternehmen keine freiwillige Zusatzleistung mehr. Nachträglich eingebaut kostet sie ein Vielfaches dessen, was sie kostet, wenn sie von Anfang an mitgedacht wird.
“Ein Angebot, das deutlich unter allen anderen liegt, ist selten günstiger. Es ist meistens kleiner — die Frage ist nur, welcher Teil fehlt.”
Woran Sie ein zu billiges Angebot erkennen#
- Es nennt keine Anzahl an Seitenvorlagen, sondern nur eine Gesamtseitenzahl.
- Barrierefreiheit, Datenschutz und Impressumspflichten kommen nicht vor.
- Es steht nicht darin, wem die Zugänge, die Domain und der Quellcode am Ende gehören.
- Es gibt keinen Posten für Inhalte, obwohl Sie noch keine haben.
- Es enthält keine Korrekturschleifen — Sie zahlen jede Änderung nach Aufwand.
Was wir Ihnen empfehlen würden#
Beginnen Sie nicht mit dem Design, sondern mit der Frage, was die Website leisten soll. Anfragen erzeugen? Bewerbungen? Termine? Verkäufe? Eine Website, die auf ein einziges klares Ziel gebaut ist, ist fast immer günstiger und wirksamer als eine, die alles gleichzeitig versucht.
Und lassen Sie sich vor einem großen Projekt zuerst den Umfang schriftlich geben, nicht den Preis. Bei uns ist dieses Erstgespräch kostenlos, und Sie gehen mit einer Aufstellung heraus, mit der Sie vergleichbare Angebote einholen können — egal, von wem Sie am Ende bauen lassen.
Engineering-Team Parndorf
Geprüfte Praxisleitfäden für österreichische und europäische KMU